Fallstudie: Lieferkette Blokker aus Fernost 100% transparent

Dank der Auftragsverwaltungsplattform von Yellowstar

In einem Zeitraum von sechs Monaten hat die Ladenkette Blokker ihre Lieferkette aus dem Fernen Osten vollständig neu organisiert. Mit der Hilfe von Star Flow Supply Chain von Yellowstar ist jeder Auftrag nun von der Fabrik in China bis zum Lager in Geldermalsen, Niederlande, vollständig transparent und steuerbar. Blokker kann jetzt viel besser auf die Nachfrage des niederländischen Konsumenten eingehen, äußern sich der Director Supply Chain Hans Danhof und der Importmanager Helle Luijpen.

Die Ladenkette Blokker ist auf einem guten Weg, wieder ein gesundes und gewinnbringendes Unternehmen zu werden. Über eine intelligente Omnichannel-Strategie will sie den Konsumenten erneut für sich gewinnen. Die Ladenkette funktioniert ab jetzt vollständig nachfrageorientiert. Danhof: „Blokker hat in der Vergangenheit große Erfolge mit einer einkaufsorientierten Vorgehensweise erzielt. Einkaufsmöglichkeiten und die damit im Lager gebildeten Bestände haben so das Ladenangebot bestimmt. Die gegenwärtige Einzelhandelssituation mit einer harten Konkurrenz von Billiganbietern, von Supermärkten, die immer mehr Non-Food anbieten, und von Online-Absatzkanälen erfordern jedoch eine andere, intelligentere Vorgehensweise.“ Für Blokker steht die Nachfrage seitens des Konsumenten jetzt im Mittelpunkt. Von den hiermit verbundenen Verkaufsprognosen aus beginnt der Einkauf. „Das ist der Wechsel von einer beschaffungsorientierten zu einer nachfrageorientierten Organisation“, sagt Danhof dazu.

Komplette Kehrtwende

Für die neue Vorgehensweise hat Blokker den internen Prozessen und Systemen eine 180-Grad-Wendung verordnen müssen. Auch in logistischer Hinsicht hat dies große Auswirkungen. In der alten Situation, in der die vorhandenen Bestände das Ladenangebot bestimmten, war die Herstellung der Reklamebroschüren der maßgebliche Faktor für den Zeitraum, bis ein Produkt sich im Regal befand. Die Artikel lagen im Lager nämlich schon bereit. Jetzt konzipiert Blokker, ausgehend vom Bedarf des Konsumenten, erst die Reklamebroschüre und erteilt danach die diesbezüglich erforderlichen Aufträge. Dies sorgt für einen wesentlich längeren Planungshorizont und lässt der logistischen Umsetzung wesentlich mehr Bedeutung, jedoch auch mit größeren Herausforderungen, zukommen.

Wie es war: Excel schränkt den Einblick ein

Diese Herausforderung gilt vor allem für den Teil des Sortiments, den Blokker in Fernost herstellen lässt. Von dort kommen ungefähr 2.000 der 6.000 Artikel der Ladenkette. Häufig werden diese Artikel speziell für Blokker unter der eigenen Hausmarke dort gefertigt. Das ist ein Prozess mit vielen verschiedenen Akteuren, zahllosen Dokumenten und bis vor kurzem vielen Einschränkungen. Ab dem ersten Kontakt mit dem Lieferanten, der Auftragserteilung, der Produktion bis hin zur Umsetzung der Logistik erfolgte der gesamte Informationsaustausch über Excel. Luijpen: „Blokker hatte keinerlei Einblick darin, wo sich die Waren in der Logistikkette befanden. Unser Informationsstand lag bei null. Container kamen häufig „als Überraschung“ an den Kais in den Häfen an.“ Um genügend Ware zu haben, wurde für viele Produkte bei Blokker ein Warenbestand von beinahe einem Jahr gehalten. „Eine solche Vorgehensweise war für die Zukunft in puncto Ausbau nicht tragbar“, lautet das Fazit von Danhof. „Wir konnten auch jeweils nur einen einzigen Artikel pro Container bestellen. Das ist für Produkte mit einer hohen Fluktuationsrate kein Problem, doch bei einem Teesieb beispielsweise ist das anders.“ Für die neue nachfrageorientierte Organisation war das eine unmögliche Situation.

Wie es nun ist: Jeder Schritt transparent

Aus diesem Grunde hat Blokker seine Fernost-Lieferkette vollständig neu organisiert. In einem ersten Schritt wurde Slim4 von Slimstock für die Bestandssteuerung vom Lieferanten bis zum Ladenregal implementiert. In der Folge wurde Flexport als Logistikdienstleister für den Weg vom Verladehafen in Fernost bis zum Lager in den Niederlanden ausgewählt, und wurde Star Flow Supply Chain von Yellowstar als Auftragsverwaltungsplattform für diesen Warenfluss gewählt. Star Flow Supply Chain ist hierfür mit Slimstock, Flexport und über das ERP mit allen relevanten Abteilungen von Blokker verbunden. Danhof: „Diese Professionalisierung unserer Beschaffung aus Fernost haben wir als einen einzigen Prozess betrachtet. Praktisch jedoch waren es zwei verschiedene Paar Schuhe: Excel musste durch das Auftragsverwaltungssystem von Yellowstar ersetzt werden, und statt die Logistik selbst zu steuern, wurde diese in die Hände eines einzigen End-to-End-Spediteurs gelegt. Beide Akteure haben wir danach digital miteinander vernetzt. E-Mails und Excel sind damit tabu.“

Jeder Fernostprozess beginnt nun mit einer Bestellempfehlung von Slimstock in Star Flow Supply Chain. Aufgrund dessen wird ein vorläufiger Auftrag für den gewünschten Artikel erstellt. Dieser ist direkt in Echtzeit für die Einkaufsbüros von Blokker in Hongkong und Shanghai sichtbar. Die Einkäufer gehen daraufhin mit den lokalen Lieferanten an die Arbeit. Sobald der Einkaufsauftrag definitiv ist, kommt er mit allen Dokumenten in Star Flow Supply Chain zurück und ist direkt ebenfalls für Flexport zugänglich. Vom Verladehafen bis zum Lager übernimmt dieser Spediteur mit seinem eigenen System die logistische Abwicklung. Anhand von ungefähr zwanzig vorher vereinbarten Meilensteinen nimmt Flexport die automatische Rückkopplung vor. Star Flow Supply Chain kann im Gegenzug Slimstock, jedoch ebenfalls das Lagerverwaltungssystem von Blokker für die Eingangsplanung, die Finanzabteilung für die Rechnungsbearbeitung usw. informieren. Alle Beteiligten haben stets in Echtzeit Zugriff auf die für ihre spezifische Aufgabe notwendigen Daten. Maßnahmen können zum richtigen Zeitpunkt ergriffen werden.

Am anderen Ende der Lieferkette in Fernost überwacht Star Flow Supply Chain zudem den Weg vom Hersteller zum Verladehafen. Von der Fabrik in China bis zum Lager in Geldermalsen ist jeder Auftrag für Blokker vollständig transparent und rückverfolgbar. „Auf meinem Laptop kann ich in Echtzeit auf der Ebene der Kartons sehen, was im Lager in China gescannt wird", sagt Danhof. „Die gesamte Lieferkette aus Fernost habe ich so immer zur Hand. Die Übersicht ist häufig besser als bei lokalen europäischen Bestellungen, bei denen die Lieferanten oft viel weniger Daten austauschen.“

supply chain blokker
blokker supply chain

Gesondertes Tarifmodul

Yellowstar hat in Star Flow Supply Chain zudem ein Tarifmodul geliefert. Dieses Tool vermittelt Blokker Einblick in die Gesamtkosten (landed costs) eines Artikels bis hin zu Ablieferung im Vertriebszentrum. Dies ermöglicht einen echten Vergleich zwischen der Produktion in Fernost mit allen Zusatzkosten wie Transportkosten, Einfuhrgebühren usw. gegenüber den Lieferanten aus Europa, welche die Artikel selbst im Lager von Blokker abliefern. So unterstützt das Tarifmodul die Kategorie-Manager von Blokker dabei, die besten Beschaffungsentscheidungen zu treffen.

Höhere Qualität und substanzielle Kosteneinsparungen

Die Implementierung von Star Flow Supply Chain und von Flexport wurde bei Blokker in einem Zeitraum von sechs Monaten abgeschlossen. Luijpen: „Für alle drei Akteure war dies ein sehr intensiver Prozess, der ein hohes Maß an gegenseitiger Abstimmung erforderte.“ Das Ergebnis dessen ist, dass der komplexe Logistikstrom aus Fernost für Blokker fortan vollständig transparent ist. Für jeden Artikel aus Fernost ist genau ersichtlich, wo er sich in der Kette befindet. Jeder Kettenpartner und jede interne Abteilung verfügen zu jedem Zeitpunkt über die korrekten Daten. Das ermöglicht Blokker eine wesentlich intelligentere Logistik und ein echtes Lieferkettenmanagement.

Danhof: „Die Fallstudie zeigt ein starkes Ergebnis. Die neue Vorgehensweise gewährleistet die rechtzeitige Verfügbarkeit von Produkten und bringt Blokker eine strukturelle Einsparung von mehreren Millionen Euro an Betriebskapital.“ Aufgrund des mangelnden Einblicks in die Logistikkette musste Blokker in der Vergangenheit bereits hohe Geldsummen, beispielsweise für Demurrage, aufwenden. Die gesamte Logistikbetrieb in Fernost ist jetzt auch viel ausbaufähiger. „Weniger Menschen können, unter Lieferung besserer Qualität, mehr machen.“ Für die Mitarbeiter ist zudem die Arbeit interessanter. „Die Betreuung unserer Warenströme in Fernost war vorher kein populärer Job. Es ging um eine Art kriminaltechnische Untersuchung, wobei ständig in Excel nach den korrekten Daten gesucht wurde. Daher war die Fluktuation in dieser Abteilung hoch. Jetzt reißt man sich geradezu um diese Arbeit. Über den eigenen Bildschirm verfügt man jederzeit über alle erforderlichen Daten.“

Echtes Lieferkettenmanagement

Mit der Implementierung von Star Flow Supply Chain und von Flexport hat das Lieferkettenmanagement für Blokker in einer einzigen großen Aktion echte Substanz bekommen. Danhof: „Es ist großartig zu sehen, wo wir mit unserer Lieferkette waren und wo wir jetzt sind. Die Implementierungsmonate waren schwer, doch dadurch sind wir nun am Markt führend.“

Die Vorteile für Blokker von Star Flow Supply Chain

  • Die gesamte Lieferkette vom Fabrikanten bis hin zum Lager vollständig transparent
  • Jede(r) beteiligte Kettenpartner bzw. Abteilung hat die Kontrolle
  • Deutliche Einsparung beim Betriebskapital
  • Keine unnötige Lagerhaltung
  • Bessere Verfügbarkeit von Produkten in den Geschäften
  • Ausbau zwecks weiteren Wachstums
  • Weniger Menschen können, unter Lieferung besserer Qualität, mehr Arbeit bewältigen.
  • Das Tarifmodul vermittelt Einblick in die Gesamtkosten (landed costs)

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